Öffnungszeiten

Mo10.00 - 12.00 Uhr
 14.00 - 17.00 Uhr
Di09.00 - 12.00 Uhr
 14.00 - 18.00 Uhr
Migeschlossen
Do11.00 - 15.00 Uhr
Fr10.00 - 12.00 Uhr
 14.00 - 17.00 Uhr

Geschichte der Stadtbibliothek Kölleda

1836

Das älteste Dokument, welches die Existenz einer Leihbibliothek in Kölleda belegt, stammt aus dem Jahre 1836. Diese Leihbücherei, geführt durch Herrn Ernst Müller, ist jedoch in den Verwaltungsberichten des Magistrats nicht erwähnt. Somit ist zu vermuten, dass es sich um eine private Sammlung und private Leihbibliothek handelt.

1857

Seit 1857 ist die Existenz einer “Magistratsbibliothek“, welche einen Umfang von 84 Bänden hat, belegt.

1859

die „Schülerbibliothek zu Kölleda“ wird erstmals erwähnt

1874

die „Volks- und Lehrerbibliothek mit 230 Bänden wird in den Archivakten erwähnt

1901/02

Die Volks- und Schulbibliothek wird im Verwaltungsbericht der Stadt Kölleda erstmals 1901/02 erwähnt. Aus den Berichten geht hervor, dass die Bibliothek von den Bürgern rege genutzt wird. Die Bibliothek wird laut Verwaltungsbericht von der Stadt finanziell unterstützt. Der Bestand wurde jährlich erweitert und sehr gut in Anspruch genommen. Während des 1. und 2.Weltkrieges wird die Bibliothek in den jährlichen Verwaltungsberichten nicht mehr erwähnt.

1946/47

Die Bibliothek befindet sich im damaligen Inspektorhaus am Markt (welches zum Gut Beichlingen gehört), geführt durch den ehemaligen Lehrer Karl Wolf

1960

In den 60-iger Jahren wird die Bibliothek im Schützenhaus in den unteren zwei Räumen geführt; Frau Laubersheim ist die Leiterin

1970 – 1973

Die Räumlichkeiten im Schützenhaus reichen nicht mehr aus. Die Bibliothek zieht um in das ehemalige Finanzamt am Markt 12. Der Medienbestand wächst ständig. Trotz der beengten Räumlichkeiten finden auch Veranstaltungen wie Lesungen und Bibliotheksführungen für Kinder statt.

1993

Umzug in die in die Friedrichstr.1 in die „Otto – Feistkorn – Stiftung“, das ehemalige Stadtbad Otto Feistkorn (1846 -1925), als Sohn der Stadt Kölleda und Fabrikant in Gera, stiftete 1912/13 den Bürgern seiner Heimatstadt das Wannenbad. Bis 1985 wird das Wannenbad noch zum Baden genutzt. Dann wird der Badebetrieb eingestellt und nach Umbau nur noch als Wohnraum genutzt. Die Stiftung in Ehren zu halten und zu wahren, beschließen die Stadträte, in diesem Gebäude das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek unterzubringen. Nach 2-jähriger Bauzeit zieht die Stadtbibliothek am 15.März 1993 in die neuen Räume ein. Die Neueröffnung der Stadtbibliothek im ehemaligen Stadtbad ist ein herausragendes Beispiel für die Tatsache, dass auch in schwierigen Zeiten von den verantwortlichen Kommunalpolitikern die Möglichkeit gesucht wird, Kultur im Interesse der Bürger zu erhalten und dem Bedürfnis nach Bildung und sinnvoller Freizeitgestaltung in gebührender Weise Rechnung zu tragen.

„Die beste Definition von Heimat ist Bibliothek“
Elias Canetti